<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?>
<Gradivo ID="32047" NadgradivoID="5035" NRID="29123366" OceID="0" DomainUrl="https://dirros.openscience.si/" IzpisPolniUrl="https://dirros.openscience.si/IzpisGradiva.php?lang=slv&amp;id=32047" StOgledov="16" StPrenosov="13" StOcen="0" VsotaOcen="0" DatumIzvoza="2026-08-26 09:46:20" OcenaSkupna="0" StPodgradiv="0" StudijskiProgramEvsID="" JeIndeksirano="0" JeVecAvtorjev="0" DovoliZahtevkeZaDostop="1">
  <PID Url="http://hdl.handle.net/20.500.12556/DiRROS-32047">20.500.12556/DiRROS-32047</PID>
  <Naslov>Doslej spregledana estetika Veita Stossa</Naslov>
  <Podnaslov>Križani iz Dramelj</Podnaslov>
  <TujJezik_Naslov>Die bisher unbeachtete Ästhetik des Veit Stoss</TujJezik_Naslov>
  <TujJezik_Podnaslov></TujJezik_Podnaslov>
  <Opis></Opis>
  <TujJezik_Opis>Die mittelalterliche Sammlung der Narodna galerija in Ljubljana beinhaltet einige bemerkenswerte
und wertvolle Kunstobjekte, die nicht nur in den slowenischen oder den
weiten Alpenraum, sondern auch in die hochqualitätsvolle Produktion des mitteleuropäischen
Raums gehören. Das bisher unbemerkte Kruzifix aus Dramlje (Inv. Nr. NG P
69) zählt unmissverständlich auch darunter.
Im Saal 1 der Narodna galerija wird ein Corpus Christi aus Holz, von größeren Dimensionen
(176 : 210 : 30 cm) präsentiert, es wirkt ziemlich expressiv, da das Holz mit
wenigen erhaltenen Fragmenten der Polichromation durch mangelhaften Gebrauch
in der Vergangenheit stark ausgelaugt worden ist.
Das Kunstobjekt ist seit 1946/1947 im Kunstfundus der Narodna galerija vorhanden,
als es vom Nationalmuseum als Teil seiner Kunstsammlung abgegeben worden ist. Darunter
war auch das »Krucifix 16. Jh.« mit der Inventarnummer NM 14268.
Beim minutiösen Beobachten des Objekts sieht man bald unzählige kleine Details die
die Expressionskraft eindämmen und den Beobachter zum Bewundern der Friedlichkeit,
die der Körper Christi in seinen letzten Atemzügen darstellt.
Vorausgesetzt, dass wir die Schäden der Zeit an der Holzplastik ausblenden, sehen wir
einen gut gebauten Männerkörper, nahezu ein Akt, da nur ein engumliegendes Lendentuch
die Körpermitte verhüllt. Der Körper ist ausgestreckt, die Knie sind gerade;
das rechte Bein ist auf das linke Bein zugenagelt; die Arme sind nahezu waagerecht
ausgestreckt; am gut gebautem Brustteil sieht man den Rippenbogen und die Körpermitte
ist sichtlich enger; das Haupt ist kleiner und hängt nach rechts und leicht nach
vorne, an die rechte Schulter fallen in Strenen Lockenhaare. Die deutlichen Gesichtszüge
sind fein und detailliert modelliert, die Augen sind fast zu und der Mund ist etwas
geö;net. Der Schnitzer hat große Bedeutung nicht nur dem Haar, sondern auch
dem Bart und dem Schnurrbart gewidmet; der letztere ist an der Oberlippe nicht vorhanden.
Jedoch fragmentär erhalten blieb die zerbrechliche Dornenkrone. Die gesamte
Körperfläche wirkt sehr realistisch, da man unter der Haut das Skelett, die Muskeln, die
Sehnen und die Adern spüren kann; an der Fläche hat der Künstler auch an den Falten
sorgfältig gearbeitet z. B. um die Augen, an der Stiern, am Hals, an der linken Hand,
um die Knie und über der rechten Ferse. Der Schnitzmeister beherrschte sein Gewerk
wirklich beachtlich; er ahmte den menschlichen Körper exakt nach und schuf gleichzeitig
die nötige Stilisierung um im Kanon der Zeit zu bleiben und die Schönheit des
Körpers des Sohns Gottes künstlerisch in ein Schnitzkunstwerk virtuos zu verwandeln.
Das Kruzifix aus Dramlje vom Anfang des 16. Jh., wurde von Emilijan Cevc, Vesna
Velkovrh Bukilica und Andrej Smrekar professionell bearbeitet. Die ersten meinten,
es geht um die Arbeit eines heimischen, aus Krain stammenden Künstler; der letztere
setzt zur Kenntnis, dass es sich doch wahrscheinlich um einen süddeutschen Import
handeln könne und sich der Meinung von Velkovrh Bukilica, dass das Werk um das
Jahr 1515 entstanden sei, anschließt.
Die letzte Richtlinie scheint gelegen zu sein. Beim Überblick der großen Kruzifixe in
Bayern wird man auf eine Reihe von Kruzifixen großer Dimensionen aufmerksam, das
Werk des berühmten deutschen Bildhauer Veit Stoss (Horb am Neckar, 1477 – Nürnberg,
1533). Der Meister hat für Kirchen und Kapellen in Nürnberg mehrere Kruzifixe
gemacht; annähernd identische Werke diesen Meister kennen wir bereits aus Krakau
(Marienkirche) und seiner Umgebung (Iwanowice) oder auch aus Florenz (Ognissanti).
Die Werke sind von 147 bis 207&lt;cm hoch und haben eine Breite von 154 bis 199&lt;cm.
Sie sind alle ausgestreckt, mit nahezu waagrechten und ausgestreckten Armen, allen
hängt das Haupt rechts so wie auch ausnahmslos die Strenen von Lockenhaaren. Die
Haut deckt die Muskeln, Sehnen und Adern ab, sie versteckt das Skelett nicht. In allen
Fällen ist das rechte Bein auf den linken zugenagelt; die Gesichtszüge sind allmählich
identisch; die sorgfältig erarbeitete Bärte und Schnurrbärte sind alle nach dem
gleichen Muster gemacht worden. Heutzutage sind die Dornenkronen verschieden so
formenmäßig als auch nach ihrem Erhaltungstand. Der Schnitzer lies seiner Fantasie
nur beim Scha;en der Lendentücher freien Lauf, da war er dem Kanon der Zeit nicht
verpflichtet und konnte den zeitgenössischen Moderichtlinien folgen: in einigen Fällen
war er engumhüllt (vielleicht auch, weil fein bearbeitete, herausragende Teile mit
der Zeit abgebrochen sind) in anderen Fällen war er üppiger sowohl bei der Menge
des Sto;s als auch bei den mehreren kunstvollen Knoten und den weit in den Raum
ragenden plastischen Schlüssen.
Die Künstlerhandschrift von Veit Stoss ist anhand der oben aufgezählten Charakteristiken
beim Kruzifix aus Dramlje auch unmissverständlich vorhanden. Unser Kunstwerk
ähnelt formenmäßig am meisten mit den Kruzifixen aus dem Germanischen Nationalmuseum
in Nürnberg (1505–1510) und mit dem in der Laurenzkirche ebenda
(1516&amp;1520), das Lendentuch ist hingegen identisch mit dem miniaturen Schnitzkruzifix
aus dem Getty Museum in Los Angeles (1510–1515).
Bisher gibt es keine Zeugnisse, wie dieses Kunstwerk von Veit Stoss auf slowenischen
Boden gekommen sei. Man weiß nur, dass es in späten 20. Jahren des 20. Jh, seitens
einen Kunsthändler an das Narodni muzej in Ljubljana verkauft wurde; der sagte, dass
das Corpus in Dramlje bei Celje gefunden worden sei.
</TujJezik_Opis>
  <KljucneBesede>
    <Beseda>16.st.</Beseda>
  </KljucneBesede>
  <Potrjeno>true</Potrjeno>
  <JeZaklenjeno>false</JeZaklenjeno>
  <JeRecenzirano>true</JeRecenzirano>
  <Zaloznik></Zaloznik>
  <Izvor></Izvor>
  <Jezik ID="1060" ISO639-3="slv">Slovenski jezik</Jezik>
  <TujJezik ID="1031" ISO639-3="deu">Nemški jezik</TujJezik>
  <Povezave></Povezave>
  <Pokrivanje>Bavarska (Nemčija); </Pokrivanje>
  <CasovnoPokritje></CasovnoPokritje>
  <AvtorskePravice></AvtorskePravice>
  <VrstaGradiva ID="" DRIVER="info:eu-repo/semantics/other">Neznano</VrstaGradiva>
  <DatumVstavljanja>2026-08-25 11:41:42</DatumVstavljanja>
  <DatumObjave>2026-08-25 11:41:42</DatumObjave>
  <DatumSpremembe>2026-08-26 03:48:40</DatumSpremembe>
  <DatumTrajnegaHranjenja>0000-00-00 00:00:00</DatumTrajnegaHranjenja>
  <LetoIzida>2024</LetoIzida>
  <LetoIzidaDo>2025</LetoIzidaDo>
  <KrajIzida></KrajIzida>
  <LetoIzvedbe>0</LetoIzvedbe>
  <KrajIzvedbe></KrajIzvedbe>
  <Opomba></Opomba>
  <StStrani>str. 73-101, 256, [3] str. pril.</StStrani>
  <StevilcenjeNivo1>60/61</StevilcenjeNivo1>
  <StevilcenjeNivo2></StevilcenjeNivo2>
  <Kronologija>2024/2025</Kronologija>
  <Patent_Stevilka></Patent_Stevilka>
  <Patent_DatumVeljavnosti>0000-00-00</Patent_DatumVeljavnosti>
  <VerzijaDokumenta>Zaloznikova</VerzijaDokumenta>
  <StatusObjaveDrugje>Objavljeno</StatusObjaveDrugje>
  <VrstaStroskaObjave>NiDoloceno</VrstaStroskaObjave>
  <DatumPoslanoVRecenzijo>2024-06-18</DatumPoslanoVRecenzijo>
  <DatumSprejetjaClanka>2025-08-29</DatumSprejetjaClanka>
  <DatumObjaveClanka>2025-12-30</DatumObjaveClanka>
  <EmbargoDo></EmbargoDo>
  <VrstaEmbarga ID="1" Naziv="Takojšnja javna objava" OpenAIREDostop="openAccess"></VrstaEmbarga>
  <Osebe>
    <Oseba ID="34088" Ime="Mojca" Priimek="Jenko" AltIme="Mojca Jenko-Uršič; Mojca Jenko- Uršič; Mojca Uršič;  M. Ur.;  M. Uč.;  M. Jn.;  M. J.;  M. U.; M. Jenko;  MJ; M. Uršič" VlogaID="70" VlogaNaziv="Avtor" ConorID="5151587" Afiliacija="" ArrsID="90073" ORCID=""></Oseba>
  </Osebe>
  <Identifikatorji>
    <Identifikator ID="4" Sifra="UDK" Naziv="UDK" URL="">730.071</Identifikator>
    <Identifikator ID="9" Sifra="ISSN-clanka" Naziv="ISSN pri članku" URL="">0351-224X</Identifikator>
    <Identifikator ID="3" Sifra="CobissID" Naziv="COBISS_ID" URL="https://plus.cobiss.net/cobiss/si/sl/bib/274926851">274926851</Identifikator>
  </Identifikatorji>
  <Datoteke>
    <Datoteka ID="49933" DatotekaNRID="14768034" NamenDatotekeID="2" NamenDatoteke="Predstavitvena datoteka" FormatDatotekeID="2" FormatDatoteke=".pdf" MIME="application/pdf" IkonaFormata="pdf.gif" IkonaFormataPolniUrl="https://dirros.openscience.si/teme/dirros/img/fileTypes/pdf.gif" VelikostDatoteke="1398679" VelikostDatotekeKratko="1,33 MB" DatumVstavljanja="2026-08-25 11:41:52" JeZbrisana="false" JeJavnoVidna="true" JeIndeksirana="false" JeVidno="true" VidnoOd="01.01.1970" Zaporedje="0">
      <Naziv>4_Zbornik_2024_2025_Jenko.pdf</Naziv>
      <OrgNaziv>4_Zbornik_2024_2025_Jenko.pdf</OrgNaziv>
      <URL></URL>
      <Opis></Opis>
      <OpisTujJezik></OpisTujJezik>
      <UrlObdelave></UrlObdelave>
      <FrekvencaAzuriranjaID>1</FrekvencaAzuriranjaID>
      <Verzija></Verzija>
      <MD5>C86748028738A31E1A5F3C7D8CF63645</MD5>
      <SHA256>b1e0ccd2f702c382a3f8c80103772c894dbe96e9802e6fb77aeecce7e8e85f7f</SHA256>
      <UUID>345a8f76-a069-11f1-af5a-001a4af901a5</UUID>
      <PID></PID>
      <PrenosPolniUrl>https://dirros.openscience.si/Dokument.php?lang=slv&amp;id=49933</PrenosPolniUrl>
      <Vsebine>
      </Vsebine>
    </Datoteka>
  </Datoteke>
  <Organizacije>
    <Organizacija OrganizacijaID="85" Kratica="SUZD" ZavodEvsID="" Logo="suzd.png" LogoPolniUrl="https://dirros.openscience.si/teme/dirros/img/logo/suzd.png">Slovensko umetnostnozgodovinsko društvo</Organizacija>
  </Organizacije>
  <OrganizacijeVira>
  </OrganizacijeVira>
  <MetodeZbiranjaPodatkov>
  </MetodeZbiranjaPodatkov>
  <TipologijaDela ID="1.01" Koda="1.01" Naziv="Izvirni znanstveni članek" SchemaOrg="Article"></TipologijaDela>
  <Podgradiva>
    <Potomci>
    </Potomci>
    <Starsi>
      <Gradivo ID="32056" NRID="29123375" Zaporedje="8" JeZaklenjeno="false" JePotrjeno="true">Zbornik za umetnostno zgodovino</Gradivo>
    </Starsi>
  </Podgradiva>
  <Ostalo>
    <StIrodsDatotek>0</StIrodsDatotek>
    <StDatotekPodTrajnimEmbargom>0</StDatotekPodTrajnimEmbargom>
    <StDatotekZOmejenimDostopom>0</StDatotekZOmejenimDostopom>
  </Ostalo>
</Gradivo>
